Siesta

Siesta

Straßenstaub,
rastlos fremd
im schlafenden Mittag.

Die einsame Pflanze
sucht
verdurstend
den eigenen Schatten.

Gesplitterte Flaschen
träumen
vom verblichenen Abend,
als sie den Wein vergossen,
der sie erfüllte.

Die Wände der Häuser
verschließen die Augen.
Bröckeln,
das einst Fassade war.
Ahnungen von Farbe;
weiß wie der Tod
aus der Sonne.

Gagliano, 02.10.1986