Der neben mir

Der neben mir

Das Gewicht der Nacht
lastet
auf meinen Augen
die standhalten müssen
um alles
aufzunehmen
was der neben mir befiehlt

Die Nacht drückt schwer
und der versäumte Schlaf
treibt mit einem Knüppel
aus Stahl
– 7,62 mm –
den Gedanken
durch mein Gehirn:
ich kann nicht mehr –
und der neben mir befiehlt

Zwei Hände
stolpern
um die sechs
zu ersetzen
die ich bräuchte
und auch
die Beine
die der Knüppel
der Müdigkeit
längst tot geschlagen hat –
und der neben mir befiehlt

Und der Schlaf
er lockt mich
und lässt mich dann
tief
tief
fallen
doch nicht
tief genug
um die Augen
schließen zu können
und den neben mir
zu vergessen
und seine Schulterklappen

Und ich schlage auf
und frage mich
ob nun doch
die Augen
siegten –

doch der neben mir befiehlt

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